SLAYGROUND #3 Lavender & Bread
JOUR FIXE FÜR KRITISCHE KUNSTVERMITTLUNG
Info
Eintritt frei
Damit wir den Abend gut vorbereiten können, bucht gern eine kostenfreie Karte.
- Moderation
- Myassa Kraitt + Andrada Monuş
Im Pride Month fokussiert das Programm eine pinkwashing-kritische Vermittlungspraxis und untersucht, wie Queerness von Institutionen vereinnahmt wird – sowie Möglichkeiten kollektiver Selbstermächtigung. Im Zentrum stehen Praxisaustausch und Reflexion für Vermittler*innen, mit dem Ziel, gesellschaftliche Widersprüche sichtbar zu machen und solidarisches Handeln zu stärken.
Ausgehend von Methoden der Zoukak Theatre Company werden Allyship und kollaborative Ansätze erprobt. Inspiriert von Leslie Feinberg wird Queerness im Zusammenhang mit sozialen und ökonomischen Ungleichheiten gedacht. „Lavender & Bread“ verschiebt den Fokus von symbolischer Sichtbarkeit hin zu materiellen Fragen von Zugang, Fürsorge und Ressourcen.
Künstlerische und aktivistische Positionen sowie die Food-Installation Craving Care laden dazu ein, Strategien von Sichtbarkeit, Begehren und Widerstand kritisch zu reflektieren.
Das Programm verbindet unterschiedliche Perspektiven und Formate, Austausch mit jungen und erwachsenen Expert*innen, Diskurs und Inputs von Künstler*innen und Menschen aus der Praxis.
Den Abschluss bildet eine gemeinsame Food-Installation: Das Essen wird Teil des Vermittlungsformats und macht Beteiligung, Austausch und geteilte Verantwortung sinnlich erfahrbar.
Mit SLAYGROUND entwickeln wir unseren bisherigen JOUR FIXE KUNSTVERMITTLUNG weiter, hin zu einem dialogischen Labor für kritische Kunstvermittlung und Partizipation.
In SLAYGROUND verstehen wir slay als Haltung: als Einladung, dominante Narrative zu hinterfragen, Perspektiven zu verschieben und neue Formen von Vermittlung gemeinsam auszuprobieren.
Der Begriff SLAY stammt aus der Schwarzen queeren Ballroom- und Drag-Kultur und wurde später in Latinx queeren Communities weitergetragen. Als empowernder Ausdruck für Sichtbarkeit, Selbstermächtigung und Widerständigkeit hat sich der Begriff von dort aus in Jugendsprache und Popkultur eingeschrieben.
SLAYGROUND setzt auf eine spielerische, gemeinsame Praxis, die Lernen und Entlernen miteinander verbindet und Raum für ästhetische, machtkritische und dialogische Prozesse schafft. Das Format ist kuratierend mit jungen und erwachsenen Beteiligten entwickelt und möchte den Dialog zwischen jungen und erwachsenen Akteur*innen in der Vermittlungsarbeit gezielt stärken, mit Raum für Austausch, Dialog und Dissens.