TRY OUT! FINALE

Im Sommer 2018 erfolgte ein open call für professionell tätige KünstlerInnen aus den Bereichen Tanz, Performance, Musik und bildende Kunst unabhängig von Herkunft, Ausbildung und Erfahrung. Gesucht wurden zeitgenössische Projektideen mit einem entweder sehr körperlichen und musikalischen Ansatz oder der Auseinandersetzung mit Objekten bzw. Material für eine Altersgruppe zwischen 3 und 16 Jahren. Aus über 40 Konzepteinreichungen wurden 9 KünstlerInnen oder Compagnien ausgewählt, die am 11.1.2019 bei TRY OUT! ihre Projekte vorgestellt haben. Aus ihnen wurden 3 ins Finale gewählt:

Donna & Rosa Braber: Planet Sis

Die Verbindung zwischen Geschwistern ist eine der stärksten, die es gibt – ganz egal ob man eine gute Beziehung oder kaum Kontakt hat. Sie können sich lieben, sich manchmal vor lauter Neid die Augen auskratzen. Sie können sich wie ein Team fühlen – gegen die Welt, gemeinsam unsterblich. Sie können sich verlassen fühlen. Sie versuchen mit aller Macht anders zu sein, außergewöhnlich, unvergesslich, unersetzlich. Können wir je autonom sein, obwohl wir uns immer mit anderen vergleichen? Und, wer bin ich mit und wer bin ich ohne meine Schwester?


Dominik Baumann, Theresa Künz, Mikki Levy-Strasser, Fiona Schreier: Das große Fragen

Menschen stellen sich Fragen – manche sind einfach und bei manchen muss man lange nachdenken. Wir stellen uns die ganz große Frage: Wozu sind wir auf der Welt? Diese Frage ist nicht nur groß, sondern riesig. Um Antworten zu finden, müssen wir alle und alles auf der Welt befragen.
Mit analogen Mitteln wie Episkop, Synthesizer und Verstärkern erschaffen wir magische Welten. Wir begeben uns gemeinsam mit dem Publikum auf eine philosophische Reise und suchen nach Antworten, denn es gibt unendlich viele.


Mennerdy (Malte Andritter, Nico Franke, Hans Peters): Wetterleuchten

»Mit Schiffen kennt er sich aus, sagt man, mit fliegenden Schiffen sogar. Auf jeden Fall soll man das Meer riechen können, wenn er kommt. Manche sagen er stehle sogar das Wetter. Aber was er da tatsächlich macht, was er will oder wer er überhaupt ist, das weiß keiner so genau. Falls du ihn sehen solltest, dann grüß ihn mal von mir.«
Wir bewegen uns irgendwo zwischen bebildertem Hörspiel, Hobby-Keller-Miniaturwelt und Objekttheater. Ohne ein gesprochenes Wort fantasieren wir uns in eine Welt, in der es nicht nur vorgeführte Wetterphänomene und ausgetüftelte Apparate zum Fangen von Geräuschen geben könnte.

Beim Finale werden die artists in residence ihre Projekte im Rahmen des Theaterwild:Festivals einer Jury präsentieren. Die ausgewählte Produktion wird in Koproduktion mit Dschungel Wien zu einer »abendfüllenden« Produktion ausgearbeitet und in der folgenden Saison zur Premiere gebracht.

Mit freundlicher Unterstützung von 

Foto: Rainer Berson